RFID für Fahrerlose Transportsysteme
Ein FTS, das seinen Weg verliert, blockiert die Produktion. Ein Roboter, der die falsche Palette greift, verursacht Lagerchaos. Deshalb nutzen Hersteller von Fahrerlosen Transportsystemen und mobilen Robotern RFID als Ergänzung zu Kamera und Lidar.
Das Problem
Autonome Fahrzeuge navigieren typischerweise mit Laserscannern und Kameras. Das funktioniert gut – bis sich die Umgebung ändert. Ein neues Regal, ein geparkter Gabelstapler, veränderte Lichtverhältnisse: Plötzlich ist die Karte veraltet und das Fahrzeug unsicher.
Reine Odometrie – das Zählen von Radumdrehungen – driftet über die Zeit. Nach hundert Metern können das mehrere Zentimeter Abweichung sein. Nicht genug für präzises Andocken an einer Ladestation.
Die Lösung
RFID-Tags im Boden liefern absolute Positionsreferenzen. Das Fahrzeug fährt über einen Tag, liest seine eindeutige ID und weiß genau, wo es ist. Kein Drift, keine Abhängigkeit von Lichtverhältnissen, keine Verwechslung mit ähnlich aussehenden Stellen.
Die Tags sind passive Transponder – kleine Kunststoffscheiben, die auf den Boden geklebt oder eingelassen werden. Sie brauchen keinen Strom, keine Wartung und halten jahrelang. Die Infrastrukturkosten sind minimal im Vergleich zu komplexen Sensoraufbauten.
Für die Ladungsträgeridentifikation funktioniert RFID genauso: Der Roboter liest den Tag an der Palette und weiß sofort, was er transportiert und wohin es geht. Keine Verwechslung, keine Fehllieferung.
Warum Hersteller das wollen
Zuverlässigkeit ist das Hauptargument. Ein FTS, das einmal pro Woche stehen bleibt, kostet mehr als die eingesparten Personalkosten. RFID-Bodenmarkierungen geben dem Fahrzeug Sicherheit – auch wenn die Kamera kurzzeitig geblendet ist oder der Laserscanner eine Reflexion sieht.
Der zweite Grund ist Einfachheit. Neue Routen einrichten bedeutet: Tags kleben und in der Software registrieren. Das kann der Kunde selbst machen, ohne teure Inbetriebnahme durch den Hersteller.
Technische Umsetzung
Für die Bodennavigation setzen wir HF-Technologie ein. Die Reichweite von wenigen Zentimetern ist hier sogar ein Vorteil: Das Fahrzeug liest nur den Tag direkt unter sich, nicht den drei Meter entfernten.
Für die Ladungsträgeridentifikation auf größere Distanzen kommt UHF zum Einsatz. Damit kann der Roboter den Paletten-Tag schon aus einem halben Meter Entfernung lesen, während er sich nähert.
Die Module sind auf Geschwindigkeit ausgelegt. Bei einem Meter pro Sekunde Fahrgeschwindigkeit bleibt wenig Zeit zum Lesen – unsere Reader schaffen das.
Was wir liefern
Verschiedene Module für verschiedene Anwendungen: QR15 oder QuasarMX für HF-Bodenanwendungen, DwarfG2 oder PLRM für UHF-Ladungsträger. Dazu passende Antennen, die unter dem Fahrzeug montiert werden.
Sie entwickeln FTS, AMR oder Fördersysteme? Wir beraten Sie zur RFID-Integration in Ihre Plattform.
