Forschungsprojekt "TagQuality"


Seit dem 1. November 2010 ist metraTec zusammen mit den führenden Transponderherstellern KSW und Etifix sowie dem Fraunhofer IML am Forschungsprojekt TagQuality beteiligt.

Hintergrund des Projektes ist die Entwicklung, dass in jüngster Vergangenheit immer mehr Transponder-Anwendungen wirtschaftlich werden, die Ultrahochfrequenz (UHF) RFID nutzen. Dies liegt an Vorteilen, die mit den etablierten Frequenzen nicht erreicht wurden: Eine Lesereichweite von bis zu 10 Metern und die Pulklesefähigkeit, also der Möglichkeit mehrere Hundert Transponder pro Sekunde gleichzeitig zu lesen. Beides sind probate Mittel, um Prozesse zu beschleunigen.

Die Leistungsfähigkeit der Transponder ist jedoch stark unterschiedlich. Dies ist zurückzuführen auf den verfahrenstechnisch anspruchsvollen Prozess des Verbindens von Transponderantenne und -Chip (Bondings) sowie den produktionsbedingten Toleranzen der elektrischen Eigenschaften dieser beiden Hauptkomponenten. Die Güte des Bondings ist für starke Schwankungen in der elektrischen Leitfähigkeit verantwortlich. Dieses beeinflusst unweigerlich die Leistungsfähigkeit (nicht Funktionsfähigkeit) des gesamten Transponders hinsichtlich der Datenübertragung und Lesereichweite. Es bestehen derzeit keine qualitativen Kennzahlen, keine Prüfverordnungen und keine Prüfverfahren zur Kontrolle der Qualität von UHF-Transpondern. Somit ist ebenfalls keine Klassifizierung (nicht einmal in A- oder B-Qualitäten) möglich.

  • Das Forschungsprojekt ?TagQuality? geht daher den Weg, ein zertifiziertes Verfahren zu entwickeln, mit Hilfe dessen UHF-Transponder in Leistungsklassen eingeteilt werden können. Zum Ende des Projektes werden folgende Ergebnisse erwartet:
  • Ein Kennzahlensystem welches ein Zertifizierungsverfahrens mit einem Qualitätssiegel ermöglicht
  • Eine Prüfanlage, die direkt in die Produktionsumgebung integriert werden kann, aber auch als alleinstehende Applikation einsetzbar ist
  • Eine erfolgreiche Umsetzung des Pilotprojektes

 

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministrium für Bildung und Forschung (BMBF)